Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Forschung

Berlin, Berlin 1.888 Follower:innen

Das Zi ist das führende Forschungsinstitut für die ärztliche Versorgung in Deutschland.

Info

Unser Anspruch Jeder und jede gesetzlich Versicherte soll, wenn nötig, in ausreichender Qualität ärztlich versorgt sein – ganz gleich, wann und wo in Deutschland. Mit wissenschaftlichen Analysen, Studien, Software und Services tragen wir dazu bei, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen diesen wichtigen Auftrag erfüllen können. Durch praxisbezogene Forschung sorgen wir dafür, dass sie über die aktuelle und zukünftige ambulante Versorgungssituation im Bilde sind: -> Wie wirkt sich der demografische Wandel auf die Anzahl und regionale Lage der Arztpraxen aus? -> Welche Erkrankungen werden wie häufig diagnostiziert? -> Welche Arzneimittel werden in welchem Umfang verordnet? -> Wie lässt sich die Versorgung möglichst wirtschaftlich gestalten? Auf Basis der bereitgestellten Daten können die Kassenärztlichen Vereinigungen Handlungsbedarf feststellen und beispielsweise auf Gemeinde-, Länder- und Bundesebene nötige Schritte einleiten oder sich mit den Krankenkassen einigen. Darüber hinaus schaffen wir durch die gewonnenen Erkenntnisse und öffentlich zugängliche Berichte Transparenz im Gesundheitssystem: Wir engagieren uns dafür, dass auch einzelne Versicherte mehr über die vertragsärztliche Versorgung erfahren können, als es in der Vergangenheit oft der Fall war.

Website
https://www.zi.de/
Branche
Forschung
Größe
51–200 Beschäftigte
Hauptsitz
Berlin, Berlin
Art
Privatunternehmen
Gegründet
1973
Spezialgebiete
Gesundheitswesen, Ambulante Versorgung und Vertragsärztliche Routinedaten

Orte

Beschäftigte von Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Updates

  • ✏️ Die aktuellen Ergebnisse des #Zi-Praxis-Panels zeigen ein deutliches Bild: Trotz gestiegener #Praxiseinnahmen sinken die realen Jahresüberschüsse 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent. Inflationsbedingte Preissprünge und steigende #Personalkosten belasten das wirtschaftliche Fundament der etwa 80.000 ärztlichen und 29.000 psychotherapeutischen #Praxen. Damit wird es für #Praxisinhaberinnen und -inhaber zunehmend schwieriger, langfristig eine stabile ambulante Versorgung aufrechtzuerhalten. 💼 Besonders deutlich zeigt sich der Druck bei den Personalkosten, die mit fast 58 Prozent einen Löwenanteil der Ausgaben ausmachen. Gleichzeitig sorgt die insgesamt schwache Einkommensentwicklung dafür, dass Investitionen in die #Praxisausstattung zurückgehen und die Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen spürbar nachlässt. Zwar stiegen die Einnahmen aus der Behandlung gesetzlich Versicherter überdurchschnittlich, doch reicht dies nicht aus, um die Kostensteigerungen zu kompensieren. 🌡️ Der #ZiPP-Klimaindex verdeutlicht die zunehmende Unsicherheit und Unzufriedenheit der Praxisinhaberinnen und -inhaber: Mit einem Wert von -14,3 Anfang 2024 fällt er auf den schlechtesten Stand seit einem Jahrzehnt. Bürokratie, dysfunktionale Digitalisierung und Personalmangel dämpfen nicht nur die Erträge, sondern auch die Motivation, unter den aktuellen Rahmenbedingungen weiterzumachen. 🔧 Aus Sicht der Praxisinhaberinnen und -inhaber braucht es politische Weichenstellungen, um die ambulante Versorgung zukunftsfest zu gestalten. Eine faire Honorierung, weniger Bürokratie und ein echter Digitalisierungsschub könnten helfen, die Zufriedenheit zu stärken und die ärztlichen sowie psychotherapeutischen Teams wieder stärker auf das Wesentliche zu fokussieren: die Versorgung der #Patientinnen und #Patienten. Zur Medieninformation: https://lnkd.in/ebdJV3fH

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  • 🚨 Lieferengpässe bei Arzneimitteln – ein Dauerproblem mit wenig Fortschritt 📊 Lieferengpässe bei Arzneimitteln belasten seit Jahren die vertragsärztliche Versorgung. Ein Höhepunkt wurde im Dezember 2022 erreicht, als 24 Prozent aller Patientinnen und Patienten mit mindestens einer Verordnung die vertraglich vorgesehenen Medikamente nicht erhielten. Besonders betroffen: #Kinderarzneimittel wie #Fiebersäfte und lebenswichtige Antibiotika. 🛠️ Mit dem Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (#ALBVVG) hat der Bundestag 2023 reagiert, um die Versorgung zu stabilisieren. Doch die aktuelle Auswertung des #Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt: Das Gesetz entfaltet bislang kaum nachhaltige Wirkung. Die Zahl der dokumentierten Engpässe hat Ende des dritten Quartals 2024 wieder das Niveau von Anfang 2022 erreicht. 💡 Besonders dramatisch ist die Lage bei #Diabetesmedikamenten wie den GLP-1-Rezeptoragonisten. Durch hohe Nachfrage, unter anderem als Mittel zur Gewichtsreduktion, können Diabetikerinnen und Diabetiker oft nicht versorgt werden. Therapieumstellungen sind teuer und binden wertvolle Ressourcen in Arztpraxen. ⚠️ Zi-Chef Dr. Dominik von Stillfried betont: „Viele Lieferengpässe dauern monatelang an, ohne dass die Politik interveniert. Die zu geringe Anzahl an #Wirkstoffherstellern bleibt das zentrale Problem.“ Trotz finanzieller Anreize bleibt die strukturelle Schwäche bestehen. 📉 Ein Gesetz als „kleines Pflaster“ für große #Versorgungslücken – ein nachhaltiger Effekt bleibt bisher aus. Die Folgen: Erhöhte Kosten, Mehrbelastung in Praxen und eine #Versorgungslage, die vielerorts angespannt bleibt. 🗣️ Was sind Ihre Erfahrungen mit Lieferengpässen in der Versorgung? Mussten Sie auch schon auf #Ersatzpräparate ausweichen? Welche Schritte sollten aus Ihrer Sicht jetzt folgen? ➡️ Verraten Sie es uns gerne in den Kommentaren! 🔗 Die vollständige Medieninformation zur Grafik des Monats finden Sie unter https://buff.ly/3ZEVtXF

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  • 📢 Zi veröffentlicht Studie zur Behandlungshäufigkeit akuter #Atemwegsinfektionen im zeitlichen Umfeld der #COVID19-#Pandemie. Die Inhalte kurz zusammengefasst: ➡️ In den Jahren 2020 und 2021 gab es deutlich weniger Atemwegserkrankungen. ➡️ Mit Abklingen von #Corona seit dem Jahr 2022 wird eine stark steigende ärztliche Inanspruchnahme registriert. ➡️ 2019 bis 2023: Sprung um fast 20 Prozent bei Grundschulkindern und Erwachsenen bis 65 Jahren. Lesen Sie jetzt die vollständige Medieninformation des Zi unter https://buff.ly/4feHaPn. Die Studie des Versorgungsatlas finden Sie unter https://buff.ly/3Bf3GK7

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  • Zi veröffentlicht Ranking einer bundesweiten Umfrage unter Arzt- und Psychotherapiepraxen zur Praxissoftware 📝 Das #Zi hat im Mai eine #Praxisumfrage zur Funktionalität und Nutzerzufriedenheit von Praxissoftware veröffentlicht. Auf Grundlage dieser Umfrageergebnisse hat das Zi heute eine wissenschaftliche Studie publiziert, in der die #Praxisverwaltungssysteme (#PVS) im Hinblick auf Usability und Zufriedenheit der Anwendenden belastbar gemessen wurden. Schon die ersten Ergebnisse im Mai machten deutlich: Fehlerhafte Software kann den #Praxisalltag erheblich einschränken. 🖥️ Software-Probleme behindern Arbeitsabläufe PVS sind unverzichtbar für die Dokumentation, Abrechnung und Anwendungen wie das #elektronischeRezept oder die #elektronischePatientenakte. Doch fast die Hälfte der Nutzenden berichtete in der Umfrage von regelmäßigen Störungen. Besonders problematisch: Fehler betreffen oft grundlegende Funktionen oder verhindern die Nutzung digitaler Dienste der #Telematik-Infrastruktur (#TI). ❌ Oft Unzufriedenheit und Wechselbereitschaft Weitere Ergebnisse der Zi-Umfrage: Drei von vier Praxen würden ihre aktuelle PVS nicht weiterempfehlen. Viele sind trotz des hohen Aufwands bereit, zu einem leistungsfähigeren System zu wechseln. Die jetzt veröffentlichte Zi-Studie zeigt zudem: Häufige Fehler und mangelnde #Usability können die Zufriedenheit senken und die Bereitschaft zum Wechsel erhöhen. 📊 Ergebnisse aus über 10.000 Bewertungen Die Studie nutzt etablierte Messskalen wie den System-Usability-Scale (#SUS) und den Net-Promoter-Score (#NPS), um die Usability und #Nutzerzufriedenheit zu analysieren. Fazit: Fehlersituationen und geringe #Nutzerfreundlichkeit stehen in direktem Zusammenhang mit Frustration und Wechselbereitschaft. Ein Wechsel zu einer besser bewerteten PVS kann die Zufriedenheit signifikant steigern. 💬 Zi fordert finanzielle Förderung für Softwarewechsel Zi-Chef Dr. Dominik von Stillfried betonte: „Eine fehlerfreie PVS erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern beschleunigt auch die Einführung digitaler Anwendungen. Ein Wechsel zu leistungsstarken Systemen sollte finanziell unterstützt werden, da Praxen den Aufwand derzeit allein tragen.“ 📖 Weiterführende Informationen Die wissenschaftliche Studie ist hier verfügbar: https://lnkd.in/eNaSRPCU. Eine Übersicht der Bewertungen finden Sie im Zi-Dashboard (https://lnkd.in/eZNbGn2A). Zur Medieninformation: https://lnkd.in/e33d3sFf

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  • ❗Psychische Gesundheit im Fokus: Zahlen, Trends und Folgen❗ Die #mentaleGesundheit rückt immer mehr ins öffentliche Bewusstsein, verstärkt durch die #COVID19-Pandemie und andere Krisen. Laut Zi-Vorstandsvorsitzendem Dr. Dominik von Stillfried verdeutlichen hohe Zahlen an Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsminderungsrenten die gesellschaftlichen Folgen psychischer Erkrankungen. Die aktuelle Zi-Studie des #Versorgungsatlas zeigt: 2022 über 7,5 Millionen Erwachsene mit neu diagnostizierter psychischer Störung (#Inzidenz #MentalHealth) – das sind 10 % der gesetzlich Versicherten. #Belastungsstörungen (29 %), #somatoformeStörungen (27 %) und #depressiveEpisoden (18 %) sind die häufigsten Erstdiagnosen. #Frauen sind dabei oft häufiger betroffen als Männer. Datengrundlage der heute veröffentlichten Studie waren bundesweite vertragsärztliche und -psychotherapeutische Abrechnungsdaten gemäß § 295 SGB V von 2015 bis 2022. +++ Ergebnisse im Überblick +++ 🟢 Depressionen 📈 Von 2015 bis 2022 stieg die Inzidenz depressiver Störungen bei jungen Erwachsenen (18-24 Jahre: +26 %, 25-29 Jahre: +12 %), während sie bei Menschen ab 30 Jahren sank (-17 %). 🙋♀️ Frauen waren 2022 mit 63,7 % der Erstdiagnosen deutlich häufiger betroffen. 📍 Regional gingen die Raten in 15 KV-Regionen zurück, am stärksten in Bremen (-33 %). In Sachsen (+8 %) und Sachsen-Anhalt (+1 %) stiegen sie dagegen an. Berlin verzeichnete mit 580,1 Fällen pro 10.000 gesetzlich Versicherte die höchste Inzidenz, Thüringen mit 365,9 die Niedrigste. 🟢 Körperliche Symptome ohne organische Ursache 📈 Die Inzidenz sank in den meisten Altersgruppen, besonders bei 18-54-Jährigen (-20 %). 🙋♀️ Frauen waren häufiger betroffen (70 %). 📍 Regional ging die Inzidenz an somatoformen Störungen überall zurück (im Schnitt -14 %). 2022 war diese in Berlin am höchsten (908,2 Fälle je 10.000 gesetzlich Versicherte), in Westfalen-Lippe am niedrigsten (411,9 Fälle je 10.000 gesetzlich Versicherte). 🟢 Psychisch bedingte Schlafstörungen 📈 Die Inzidenz nahm in allen Altersgruppen zu, von +10 % (70-74 Jahre) bis +38 % (25-29 Jahre). 🙋♀️ 2022 lag der Anteil betroffener Frauen bei 64,6 %. 📍 Regional stieg die Inzidenz fast überall an, am stärksten in Sachsen-Anhalt (+72 %), während sie in Rheinland-Pfalz leicht abnahm (-10 %). +++ Weitere Informationen +++ ➡️ Neugierig geworden? Weitere Ergebnisse und Details können Sie in der vollständigen Studie unter https://buff.ly/3Zbzqr9 abrufen. ➡️ Hier gelangen Sie zur vollständigen Medieninformation: https://buff.ly/3BeE1AW ➡️ Job gesucht? Epidemiologe/in oder Biostatistiker/in gesucht! Bewerben Sie sich bis zum 30.11. unter: https://buff.ly/4fHeoYC ➡️ P.S. Kennen Sie schon das neue Gesundheits-Dashboard des Robert Koch Institute? Schauen Sie vorbei! https://lnkd.in/eWB2M4mZ

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  • #Zi-Grafik des Monats – November 2024 🚨Unsere Grafik des Monats zur #HPV-#Impfung zeigt auf, dass nur 49,5 % der Mädchen und 30,6 % der Jungen im Alter bis 14 Jahren in Deutschland vollständig gegen Humane Papillomviren (HPV) geimpft sind. Das Ziel des Europäischen Plans zur #Krebsbekämpfung, bis 2030 eine #HPV-Impfquote von 90 % bei Mädchen zu erreichen und auch deutlich mehr Jungen zu impfen, bleibt somit noch weit entfernt. 📊 Regionale Unterschiede: Die Impfquoten unterscheiden sich stark zwischen den Bundesländern: Während in Sachsen-Anhalt 67,6 % der Mädchen geimpft sind, liegt die Quote in Baden-Württemberg nur bei 36,6 %. Auch bei den Jungen variiert die Quote zwischen 49,5 % in Sachsen-Anhalt und lediglich 20 % in Baden-Württemberg. Solche Unterschiede zeigen den erheblichen Handlungsbedarf, insbesondere in Süddeutschland. 💉 Herausforderung nach Corona: Seit der #Covid19-Pandemie machen sich zudem auch Rückgänge bei weiteren #Impfquoten bemerkbar, etwa bei der #Influenza-Schutzimpfung. Eine verbreitete Impfmüdigkeit bremst offenbar den Fortschritt – trotz verstärkter ärztlicher Aufklärung. Gerade die HPV-Impfung ist entscheidend, da Humane #Papillomviren zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viren gehören und bei Frauen und Männern verschiedene #Krebsarten, wie etwa #Gebärmutterhalskrebs, auslösen können. 🛡️ Warum die HPV-Impfung wichtig ist? Die HPV-Impfung schützt nahezu vollständig vor den in den Impfstoffen enthaltenen Virustypen und sollte idealerweise im Alter von 9 bis 14 Jahren erfolgen. Jetzt gilt es, diese #Impflücke zu schließen, um langfristig den Schutz der jungen Generation sicherzustellen. Hierfür engagiert sich die niedergelassene Ärzteschaft durch eine verstärkte medizinische Aufklärungsarbeit. 📍Den ausführlichen Artikel finden Sie auf unserer Website 👇: https://buff.ly/3ZnpbBB

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  • Zur heutigen Anhörung im Bundestagsausschuss für #Gesundheit zum #Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (#GVSG) erklärt der #Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried: 📆 „Die zeitnahe #Terminvergabe bleibt angesichts zunehmender Personalengpässe in der medizinischen Versorgung ein zentrales Thema. Mit dem lapidaren Hinweis, die sogenannte #Neupatientenregelung habe nicht zu einem zügigeren Zugang zu fachärztlicher #Versorgung beigetragen, wurde diese im #GKV-#Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) 2022 erst Ende 2022 gestrichen.   📊 Die vertragsärztliche #Gesamtvergütung wurde damit um rund 400 Millionen verringert. Stattdessen sollten Praxen belohnt werden, die auf Vermittlung durch die 116117 oder Hausarztpraxen kurzfristig Behandlungstermine ermöglichen, indem die Behandlung außerhalb der mengenbegrenzenden Budgetregeln vergütet und zusätzlich ein #Zuschlag gezahlt wird. In den letzten acht Quartalen erreichte des Vergütungsvolumen hierfür gerade 15 Prozent der gestrichenen Neupatientenregelung.   📈 Die #Abrechnungsdaten zeigen, dass wir von 2022 auf 2023 einen Anstieg um 2 Millionen Hausarztvermittlungsfälle auf insgesamt 2,4 Millionen Vermittlungsfälle (+425 Prozent) und bei den Fällen der Terminservicestellen (#TSS) (ohne #Akutfall) einen Anstieg um 356.000 Fälle auf rund 1 Millionen TSS-Fälle (+64 Prozent) erreichen konnten. Zeitgleich stieg die Anzahl fachärztlicher Fälle insgesamt um +1,1 Prozent (+3,5 Millionen Fälle) und die Anzahl psychotherapeutischer Fälle um +5,2 Prozent (+665.000 Fälle). Im Jahr 2024 hat dies noch einmal deutlich verstärkt und es kam zu einem starken Anstieg der erhofften Termine in die Facharztpraxen. Trotz dieses erfreulichen Zuwachses ist der Anteil der TSS- und #Hausarztvermittlungsfälle an allen 194 Millionen Überweisungsfällen des Jahres 2023 mit 2 Prozent gering und damit ist auch die Relevanz für die extrabudgetären Gesamtvergütung (#EGV) überschaubar.     🚨 Trotzdem findet sich unter den zuletzt bekannt gewordenen Änderungsanträgen zum GVSG ein Vorschlag, der diese Förderung schon wieder weitestgehend zunichte gemacht hätte – indem jeder über die 2022 erreichte Zahl hinausgehende Vermittlungsfall von der budgetierten #Gesamtvergütung abgezogen wird. Der GVSG-Änderungsantrag 10 konterkariert damit die gesetzliche Intention zur Einführung des Hausarztvermittlungsfalls und die Förderung von Vermittlungsfällen über die TSS. Persönliche Wertung: Vertrauensbildung sieht anders aus.“

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  • 📢 Ergebnisse des aktuellen #Versorgungsatlas-Berichts: Jeder 12. Versicherte im Jahr 2022 mit mind. einer Autoimmunerkrankung // Etwa 6,3 Mio. Versicherte in Deutschland leiden an einer #Autoimmunerkrankung // Zahl der betroffenen Menschen steigt kontinuierlich an Bei einer Autoimmunerkrankung handelt es sich um eine #chronisch-entzündliche #Krankheit, bei der das #Immunsystem körpereigene Zellen und Gewebe angreift. Bekannt sind bis zu 80 verschiedene Autoimmunerkrankungen, von denen mehr als die Hälfte #selten (Prävalenz ≤0,05 Prozent) vorkommen. #Wissenschaftler:innen des #Zi-#Versorgungsatlas stellten sich dazu die Fragen: Wie viele Menschen in Deutschland leiden derzeit an einer #Autoimmunerkrankung? Wie hat sich diese Zahl über die Zeit entwickelt? Und gibt es alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede? 📊 Das sind die #Ergebnisse des aktuellen #Versorgungsatlas-Bericht: ➡️ Von rund 73,2 Mio. gesetzlich Versicherten im Jahr 2022 hatten rund 6,3 Mio. mindestens eine der von ihnen eingeschlossenen 30 Autoimmunerkrankungen. Dies entspricht einer #Prävalenz von 8,6 Prozent.📈 Im Zeitraum 2021-2022 stieg die Prävalenz um 22 Prozent von 7,1 auf 8,6 Prozent. ➡️ Insbesondere bei #Frauen fiel die Zunahme stärker aus als bei #Männern (+28 Prozent bzw. +14 Prozent). ➡️Es waren eher #Erwachsene von der Zunahme betroffen als #Kinder und #Jugendliche. ➡️ Regional war der niedrigste Anstieg in #Berlin (+9 Prozent), der höchste in #Saarland (+35 Prozent) und in #BadenWürttemberg (+30 Prozent) zu verzeichnen. ➡️ Die Prävalenz stieg bei 28 von 30 Autoimmunerkrankungen an. Die höchste Zunahme war mit +130 Prozent bei #Zöliakie, gefolgt von +80 Prozent bei #Autoimmunhepatitis, +72 Prozent bei #Hashimoto-Thyreoiditis und #68 Prozent bei #Zirrhose. Die aktuelle Studie liefert erstmalig Kennzahlen für die Erkrankungshäufigkeit für ein breites Spektrum an Autoimmunerkrankungen. Die Prävalenz in Deutschland lag höher als bislang angenommen. Die Zahl der betroffenen Menschen stieg zudem kontinuierlich an. 🛠️ Die Datengrundlage der Studie stellen die bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten gemäß § 295 SGB V aus den Jahren 2012 bis 2022 dar. Versicherte mit Autoimmunerkrankungen wurden anhand der Diagnosecodes gemäß der Deutschen Modifikation der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme in 10. Revision (ICD-10-GM) identifiziert. 🔗 Lesen Sie die vollständige Studie unter https://buff.ly/3CqUimA 🔗 Die vollständige Medieninformation finden Sie unter https://buff.ly/3CgwO3z

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  • 💬 Um die besonderen Angebote der Akut- und #Notfallversorgung weiterhin leistungsfähig zu halten, müsse strikt vermieden werden, dass mehr Akutfälle aus der #Regelversorgung in die Notfallversorgung gezogen werden, so der #Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. 💬 Bereits geringfügige Verschiebungen akuter Inanspruchnahmeanlässe aus der Regelversorgung in Richtung Notfallversorgung könnten diese weitgehend lahmlegen. Die Ziele der #Notfallreform würden damit konterkariert, bekräftigte von Stillfried, der heute als Sachverständiger bei der öffentlichen Anhörung zur Notfallreform im #Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages eingeladen war. > Presse-Statement (5. November 2024): https://lnkd.in/gQV5Y3F5 > Grafik des Monats zum Fahrdienst im ärztlichen Bereitschaftsdienst (31. Oktober 2024): https://lnkd.in/gb2an7zp

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  • 📢 Morgen findet im Gesundheitsausschuss eine #öffentlicheAnhörung zum „Entwurf eines Gesetzes zur #Reform der #Notfallversorgung“ statt. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (#Zi) ist als sachverständige Institution eingeladen. Der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried erklärt dazu: 🧭 Der Gesetzentwurf zielt auf eine bessere Steuerung in der Akut- und #Notfallversorgung. Damit sollen insbesondere die #Notaufnahmen der Krankenhäuser entlastet werden. Vorgesehen ist unter anderem, dass an ausgewählten Krankenhausstandorten Integrierte Notfallzentren (#INZ) eingerichtet werden. Diese zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass eine Bereitschaftspraxis in unmittelbarer Nähe zur Notaufnahme besteht und sich Hilfesuchende an einem Tresen als zentrale Anlaufstelle vorstellen. Durch sichere #Ersteinschätzungsverfahren soll geprüft werden, welche Dringlichkeit und welcher Behandlungsbedarf im Einzelfall besteht. Hilfesuchende, die keine unmittelbare Behandlung in der Notaufnahme benötigen, sollen in die #Bereitschaftspraxis am Standort oder zu Praxisöffnungszeiten in eine nahegelegene #Kooperationspraxis geleitet werden. ⚠️ Blieben die bisherigen ‚Trampelpfade‘ in die Notaufnahmen bestehen, würde insbesondere in den Ballungsräumen ein relevanter Anteil der Akutfälle weiterhin fehlgeleitet. Dies zeigt die Berechnung des Fallzahlanteils aller 2023 ambulant an Notaufnahmen behandelten Fälle an Standorten mit oder ohne Bereitschaftspraxis. In Ballungsräumen wie #Hamburg und #Berlin werden rund 59 bzw. 58 Prozent aller ambulanten Notfälle an Standorten ohne Bereitschaftspraxis behandelt. In der Region #Nordrhein (Regierungsbezirke #Köln und #Düsseldorf) liegt der Anteil bei 38 Prozent, in #Bayern bei knapp 29 Prozent. 🚨 Um die besonderen Angebote der Akut- und Notfallversorgung aber weiterhin leistungsfähig zu halten und um die Notfallversorgung an den besser ausgestatteten Standorten zu konzentrieren, muss strikt vermieden werden, dass aus der Regelversorgung mehr Akutfälle in die Notfallversorgung gezogen werden. Bereits geringfügige Verschiebungen akuter Inanspruchnahmeanlässe aus der Regelversorgung in Richtung Notfallversorgung können diese weitgehend lahmlegen. Die Ziele der Notfallreform würden konterkariert. Deshalb dürfen keine zusätzlichen Angebote geschaffen werden, die Versicherten nahelegen, sich an die Akut- oder Notfallversorgung zu wenden, wenn dies nicht unbedingt erforderlich ist Entdecken Sie jetzt: ➡️ Vollständiges Presse-Statement zum Nachlesen: 🔗 https://buff.ly/3NRGvrV

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